Samstag, 20. Dezember

Hallöle, Hurra, es sind Ferien! Lange schlafen, ausruhen, faulenzen….. Von wegen! Stress pur ist die Weihnachtszeit für mich, deshalb bin ich froh, wenn alles vorbei ist. Der Große hat noch kurz vor Weihnachten Geburtstag, dann noch die Plätzchenbäckerei, das Geschenkebesorgen , und dieses Jahr was ganz Neues: wir laufen durch sämtliche Elektroläden und suchen eine Waschmaschine! Jawohl, unsere ist tot, verreckt! So eine Enttäuschung, es war eine Miele, die angeblich 20 Jahre laufen soll, hat gerade mal 10Jahre gehalten.  Jetzt steh ich ganz ratlos vor einer Produktvielfalt, die ich nicht vermutet habe. Wenn die Auswahl zu groß ist, habe ich Mühe, mich zu entscheiden. Aber ich muss mich nun langsam angesichts der Wäscheberge im Keller entschließen! Gibt es halt eine Waschmaschine zu Weihnachten, auch ein schönes Geschenk!  So, wegen Zeitmangel mache ich jetzt über die Tage Pause, melde mich erst wieder, wenn es etwas Wichtiges zu berichten gibt und wünsche allen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für 2009! Bleibt gesund! Tschüsschen und Küsschen……………………………………………

PS.: Hier noch ein schnelles Plätzchenrezept:

Hefekränzchen

Zutaten:

  • 375 g  Butter
  • 1 Päckchen  Trockenhefe
  • 1/8  l  Rahm
  • 500  g  Mehl
  • 3  Eigelb
  • kein  Zucker!

Alle Zutaten vermengen wie Knetteig, der Teig muss nicht gehen, aber für eine Stunde in den Kühlschrank. Danach geht es ans Ausstechen. Kränzchen müssen ausgestochen werden, dazu nimmt man eine Donatform, wenn man so was nicht hat, nimmt man ein Wasserglas und ein Schnapsglas für den inneren Kreis. Nun kann man erst den äußeren Kreis ausstechen, dann den Inneren, nachdem man natürlich den Teig auf dem Tisch ausgerollt hat. Nun werden die Kränzchen mitEiweiß bestrichen und in Hagelzucken gedrückt. Dann werden sie bei 180 °C im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten gebacken, nicht zzu dunkel werden lassen.

Ideal für Diabetiker, die den Hagelzucker bei Bedarf auch vor dem Verzehr abstreifen können.

Guten Appetit!

Adventszeit

Hallöle, meine Lieben. Heute hatte ich ein seltsames Erlebnis, das mich sehr nachdenklich und traurig machte. Seit einiger Zeit schon bringen wir abgelegte  Kleidungsstücke von uns und unseren Verwandten,  zu einer kirchlichen Einrichtung, die gut erhaltene  Sachen auch verkauft. Aber nicht für uns sondern für Projekte der Kirche. So hatten wir auch heute wieder mal was dabei. Zusätzlich nahmen wir ncch Sachen mit, die man nicht mehr verkaufen kann, die aber noch gut sind, und wollten diese Kleider zur „Tafel“ bringen. Weihnachtszeit gleich Geschenkezeit. Wir gaben erst die Sachen der Kirche ab und gingen dann zu dieser sozialen Einrichtung:Die Tafel. Die Frau im kirchlichen Secondhand- Laden war froh um die Kleider, weil sie sich total überschwänglich und nett bedankte. Dass wir auch mal helfen konnten und in bescheidenem Umfang was geben konnten, war wichtig für unsere Seele, das nette Gespräch mit dieser Frau und ihr Danke ist Balsam für die Seele. Doch die nächste Aktion machte dieses stolze Gefühl wieder  zunichte. Hautnah und real wurde uns heute die wirtschaftliche Krise verdeutlicht. Die „Tafel“ ist eine super Einrichtung, die armen Leuten zu einem symbolischen  Preis Essen, Nahrungsmittel oder Kleider überlassen. Mein Mann war schon einmal  dort, ich erst heute. Jedenfalls bin ich schockiert, wie viele  Menschen sich nicht mal was zu essen kaufen können! Aber dafür erhöhen sich unsere Sorglospolitiker regelmäßig ihre Diäten! Wir kamen nun zur Mittagszeit bei der „Tafel“ an und sahen als erstes die lange Schlange bei der Essensausgabe. Sogar junge Mütter mit kleinen Kindern standen geduldig in der Reihe. Wir gingen schnell an ihnen vorbei, sagten „Guten Tag“ und verschanden im Ladeninneren. Wir fragten nach, wo wir die Kleider abgeben sollen, überließen alles einer jungen Frau und warteten kaum das Dankeschön ab, so schnell waren wir wieder draußen und in Richtung Auto unterwegs! Uns beiden war unwohl angesichts der vielen armen Menschen. Zumal wir selbst nicht gerade mit Reichtum gesegnet sind. Bei mir kam in dieser Situation wieder die Angst hoch, dass es auch uns so ergehen könnte oder unseren Kindern! Noch haben wir ein Dach über dem Kopf und genug zu essen. Aber wer weiß schon, wie es in der Zukunft aussieht. Deshalb hatte ich einen Riesenkloß im Hals . Es taten mir alle Leute dort leid. Wenn ich nicht soviel zuhause am Hals hätte, ich würde sofort bei der „Tafel“ aushelfen wollen. Aber ich kann nicht an allen Fronten kämpfen!

Jetzt, in der Vorweihnachtszeit ist man wahrscheinlich besonders anfällig und sensibel für das Leid anderer Menschen! Vielleicht braucht man auch ab und zu die  direkte Konfrontation , um auf den Boden der Realität zurückzukommen. Dann hat man die Gewissheit, dass man nicht allein nur Probleme hat. Und angesichts des Elends dürfen wir nicht egoistisch sein, sondern müssen versuchen, zu helfen in dem bescheidenen Umfang, wie es uns möglich ist, egal, steter Tropfen höhlt den Stein!

So, genug moralisiert für heute, ich geh ins Bett! Morgen ist wieder Großkampftag! Der Mechaniker kommt und repariert hoffentlich unsere Waschmaschine, die nun ganz den Geist aufgegeben hat! Bis bald, Tschüsschen und Küsschen…………………….

Samstag, 6. Dezember

Nikolaustag!!!!! Ho,Ho,Ho, draus vom Walde komm ich her……. Er kam, sah und brachte viele Geschenke. Die Kinder waren heute morgen so aufgeregt, dass sie schon um 7 Uhr mitteleuropäischer Zeit aufgestanden sind und uns, die Eltern, natürlich nicht mehr schlafen ließen! Und das an einem Samstag! Na, Hauptsache, die Kinder sind glücklich und können sich mal mit was anderem als Play Station beschäftigen! Stichwort Reizüberflutung. Jetzt werden die Kinder von allen Seiten zugemüllt mit Sonderangeboten von potentiellen Weihnachtsgeschenken, überall , sogar in der Apotheke! Die Kinder wissen gar nicht mehr die einfachen Dinge zu schätzen, immer größer und natürlich teurer wird die Wunschliste für Weihnachten. Sie  können sich immer schwerer entscheiden, was sie sich wünschen sollen, stehen ratlos im Spielzeugparadies vor der Masse an Spielen, Figuren, Reihen von Legokisten etc.. Die Werbung ist am schlimmsten. Was da gelogen und eine Welt  vorgegaukelt wird, die  kaum an Kitsch zu überbieten ist, voller Klischees, die eine normale Familie nie erreichen kann! Und die Kleinen sehen die Werbefilme mit Vorliebe, wiederholen teilweise schon die Slogans, es ist schrecklich. Natürlich versuchen wir gegenzusteuern, schalten ab, sagen, dass Werbung lügt. Aber ich habe das Gefühl, unser Gerede perlt an ihnen ab! Steter Tropfen höhlt den Stein!  Die ständigen Wiederholungen in den Medien fruchten mehr! Außer Weihnachten mit Geschenkeflut kommt vorher noch die Geburtstagsfeier des Ältesten. Er wird 12 Jahre alt!  Da müssen wir auch was  Besondeeres bieten! Er ist  schließlich kein kleines Kind mehr! Ein wichtiger Tag! Teenagerzeit, Pubertät,……. Ihr wißt schon, jetzt ist jedes Wort verkehrt, die Flegeljahre beginnen! Der Große zeigt schon seit einiger Zeit erste Anzeichen. Hört schlecht, gibt ständig Widerworte, weiß alles besser, will nicht üben für die Schule, glaubt, ohne lernen alles zu schaffen etc.. Noch schlimmer als früher! Unser Kampf geht weiter. Trotz allem sind die Kinder gute Kinder, manchmal so verständig und hilfsbereit. Trotz allem sind wir stolz auf unsere Kinder. Wenn man bedenkt, was sie alles schon hinter sich haben, sind sie schon Superkinder!

So, stürzen wir uns ins Getümmel und in die übervollen Geschäfte! Übrigens , ich war früher mit einer Tafel Schokolade zufrieden! Ich hör mich an  wie meine Großmutter! Die Zeiten sind leider vorbei. Süßigkeiten sind willkommen, laufen aber unter fernerliefen! Aktion ist gefragt! Deshalb machen wir uns jetzt vom Acker. Einzelheiten demnächst. Tschüsschen und Küsschen…………..

Sonntag, 1. Advent

Hallöle, was sagt Ihr, wir haben den Schulbasar, für den ich Nächte durchgebastelt habe, glücklich überstanden. Es wurde zwar weniger gekauft als in den Jahren zuvor, aber es war trotzdem ein voller Erfolg. Die Atmosphäre hat gestimmt, es ist eben eine Waldorfschule. Obwohl die Menschen in den letzten Jahren immer egoistischer werden, hat jedenfalls am gestrigen Tag die Solidarität gestimmt. Alle arbeiteten sich Hand in Hand zu, routiniert, wie jedes Jahr! Ich glaube, es sind alle einigermaßen zufrieden. Verblüfft haben mich die Oberstufenklassen. Die Kinder wollten eine Disko aufbauen, sahen aber dann, dass Disko nicht zur besinnlichen Weihnachtszeit passt und änderten kurzerhand die Vorbereitungen und boten ein Café an. So erwachsen und vernünftig hätte ich die Jugendliche gar nicht eingeschätzt. Da passt mal wieder der Spruch: Man lernt nie aus. Ich kann nur hoffen, dass unsere Bagage auch mal so vernünftig wird. Haltet die Daumen. Bis es aber so weit ist, werden die Kinder noch oft ausflippen, rumbrüllen und randalieren. Aber, das sind Phasen, da müssen wir durch! Jetzt erst mal muss ich an Weihnachten denken! Vor lauter Bäumen sehe ich den Wald nicht mehr! Die ganze Zeit habe ich nur für andere gebastelt und Kränze gebunden, unsere Deko habe ich glatt vergessen. Jetzt ist aber unsere Wohnung dran! Adventskranz binden und Kalender für die Kinder aufbauen. Morgen ist schließlich der 1. Dezember!                                                                           Yoga ist nun auch vorbei, letzte Woche hatten wir noch an zwei Abenden Yoga geübt, leider ist es nun zu Ende. Der Große hat ja die Übungen mit Begeisterung mitgemacht, aber nun reichts ihm, vorerst! Der nächste Kurs im Januar will er noch nicht besuchen. Wobei ich dann auch zuhause bleibe. Man kann auch oder gerade hier „Yoga machen“. Nun, ich werde mir fest vornehmen, mit Dehnungsübungen aus dem Yoga etwas meinen Rücken zu entlasten, der mal wieder richtig schmerzt. Außerdem tun die Entspannungsübungen gut. Der Große wurde dabei auch ruhiger, einmal ist er sogar eingeschlafen! So entspannt war er! Aber das ist anderen Yogarianern auch schon passiert. Wir werden sehen, wann wir die nächsten Kurse besuchen. Für meine Kinder mache ich alles mit! Hauptsache, es geht ihnen gut.                                                                           So, jetzt reichts mal wieder, bis bald, Tschüsschen und Küsschen…………………..