Donnerstag

Hallöchen, Hurra, endlich geschafft! Wir haben den Geburtstag unseres Jüngsten hinter uns gebracht! Es war zwar wie immer anstrengend, aber, da wir den Geburtstag teilweise ausgelagert hatten, war es doch zu ertragen und zu  überstehen! Jawohl, obwohl wir einen großen Garten haben, feierten wir im McMc. mit den Kindern. Die Erwachsenen kamen am Tag des eigentlichen Geburtstages zum Kaffeekränzchen. Die Zeit ging wie im Fluge vorbei, die Kinder hatten ihren Spass und wir kein Durcheinander zuhause! Beim Geburtstagskind kam das Ganze auch gut an, ganz konzentriert auf das Wesentliche, nämlich das Geschenk, wollte es am Ende nur noch heim .Ohne den Laden leerkaufen zu müssen fuhren wir schließlich ganz entspannt nach Hause. Super! Der einzige Nachteil: Das kostet Geld! Nicht sehr viel, aber doch deutlich mehr als eine Juniortüte, oder wie die Dinger heißen.  Davon abgesehen, ist es für mich ganz schön  schmerzlich, zu erkennen, dass wir alt  und die Kleinen unbarmherzig groß werden.

Apropos unbarmherzig: Warum müssen Männer eigentlich immer so tun, als wären sie wichtig? Pustekuchen! Das einzig Brauchbare ist ihre Kraft und der Nachwuchs! Kaum losgelassen laufen erwachsene Menschen mit einem winzigen Spielzeug am Ohr durch die Gegend und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Neulich im Krankenhaus z.B. sassen wir zur Nachuntersuchung routinemäßig im Wartezimmer, umgeben von Unmengen von elektronischen Geräten, wie es ja so ist in einem Krankenhaus. Kommt da einer rein und wird sogleich angerufen. Wir haben ihn natürlich gleich darauf hingewiesen, dass das Telefonieren per Handy in einem Krankenhaus verboten ist.  Das hatte er verneint mit der Begründung, es sei ein Diensthandy mit einer anderen Freguenz, ohne Witz, er meinte das in vollem Verarscherton! Sind wir denn nur noch von Doofen umgeben , oder halten die einen für total bescheuert? Er dürfe das, da es garantiert nicht die Geräte beeinflussen würde. Dreist, kann ich da nur sagen. Da fehlen einem die Worte!

Genauso, wenn der Nachbar wie ein aufgescheuchtes Hähnchen durch der Garten läuft, wild gestikulierend und scheinbar mit sich selber redend und wichtiger Mann spielnd! Ich habe einige Zeit zugesehen, wie der Nachbar fünfmal um einen Apfelbaum lief und sich lächerlich machte, weil er als Gemeindediener garantiert keine wichtigen finanziellen Entscheidungen traf, die die Welt retten würde, geschweigedenn Leben retten würde! Wahrscheinlich war es ein Anruf bei den unzählichen Partylines, die wie Pilze aus dem Boden sprießen und ganz schön teuer sind, oder doch nur die Telefonauskunft? Man weiss es nicht, aber es sah lustig aus.

Oder der Typ in der Schule, ein Vater auf dem Elternabend,  der viermal innerhalb 5 Minuten angerufen wurde und deshalb ständig den Raum verlassen musste.  Peinlich, peinlich! Vielleicht hatte seine Alte die Anweisung, ihn dauernd anzurufen, damit er für voll genommen und für wichtig gehalten wird und sein Kind  nicht gehänselt wird. Was für eine Welt! Wo führt das noch hin? Alphatierspielende Männchen, die sich vor den Augen der Frauen gerne lächerlich machen?  Jedenfalls nehmen wir Frauen uns nicht ganz so wichtig!

So, bevor ich mich mit den ganzen Vermutungen noch blamiere, geh ich lieber ins Bett und sag: Gute Nacht und bis die Tage!“  Tschüsschen und Küsschen…………….

Donnerstag

Hallöle, Wie wäre es denn mal heute mit einem alten, saarländischen “ Omarezept „, das da heißt: „Herzdrigger mit Schnittlauchsoße“!?

Man sagt auch „Gefilde“: Los geht´s:

Zutaten:

  • 500 g rohe Kartoffeln
  • 500 g geriebene Pellkartoffeln
  • 2 Eßl. Mehl
  • 2 Eier
  • Salz
  • 250 g gemischtes Hackfleisch
  • Pfeffer
  • Muskat
  • 2 Eßl. Petersilie (gehackt)
  • 1 Zwiebel
  • 150 g Butter
  • 4 Eßl. Semmelbrösel
  • 2 Eßl. Schnittlauchröllchen

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, reiben und in einem Tuch gut ausdrücken. Pellkartoffeln reiben oder durch den Fleischwolf drehen und zu den rohen Kartoffeln geben. Mehl, Eier und etwas Salz unterrühren. Den Teig etwa 30 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Das Hackfleisch mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, die Petersilie untermischen. Die Zwiebel würfeln und in 1 Esslöffel Butter anrösten. Das Hackfleisch zugeben und kurz anbraten. In einem Topf reichlich leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Mit nassen Händen aus dem Teig 6 – 8 Klösse formen. Jeden Klöß in der Mitte eindrücken, etwas Fleischfüllung in die Vertiefung geben, den Teig darüber fest zusammenklappen. Die Klösse in siedendem Wasser garen. Sobald sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig. Inzwischen die Semmelbrösel in der restlichen Butter leicht anrösten, sie Schnittlauchröllchen untermischen und kurz mitziehen lassen. Beim Essen reichlich Schnittlauchsoße über die gefüllten Klösse giessen, oder einfach nur reichlich heisse Sahne darübergiessen. Dazu Endiviensalat oder Salat der Saison reichen.

Bon appétit!

Sonntag, 3. August

Hallöchen, mein Gott, schon wieder August! Die Zeit rast, bald sind die grossen Ferien zuende, und ich habe das Gefühl, die freie Zeit nicht sehr sinnvoll genutzt zu haben. Wer weiss, auf jeden Fall haben wir uns mal richtig ausgeruht und hoffentlich Energie getankt! Bald müssen wir wieder täglich mit dem Auto hin und her gondeln. Apropos Gondeln: Ich habe eine Freundin, die etwas weiter weg wohnt, kommt aber jede Woche in unseren Nachbarort, um ihren Vater im Heim zu besuchen. Fährt doch tatsächlich fast jede Woche mit ihrem Vater in ihren Heimatort zu ihrem leerstehenden Haus, um nach dem Rechten zu sehen. Und, ihr ahnt es schon, dieser Ort ist mein, unser Wohnort. Aber sie macht nicht, wie man nun annehmen könnte, noch einen kurzen Abstecher zu meiner Wenigkeit. Nein, sie habe zu viel zu tun, muss noch mit dem Vater einkaufen, kurz, sie hat eine Menge fadenscheiniger Ausreden parat, warum sie es seit Jahren nicht schafft, uns mal kurz zu besuchen. Ist das nicht sonderbar? Was meint Ihr? Selbst Anrufen kann sie nicht, sie telefoniere nicht gerne! Wie soll ich mich verhalten? Ich möchte die Freundschaft, die schon über 40 Jahre besteht, eigentlich nicht aufkündigen. Aber ich bin es leid, jedesmal die Initiative zu ergreifen und anzurufen. Ich habe nichts getan, vielleicht sind unsere Kinder zu wild? Selbst hat sie zwei ruhige Mädchen, da sind unsere Jungs doch erheblich unruhiger! Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben, im Voraus danke!

Es ist immer noch heiss draußen, ich schwitze unheimlich, deshalb sag ich Adios und geh zum Pool!