Filzkurs, Teil 2

Wie versprochen geht es nun weiter.

Wir haben uns ja das heiße Wasser mit einem Schuß flüssiger Schmierseife zurechtgestellt. Es steht möglichst neben unserem Blech mit der Strohmatte und dem Kernseifenstück. Am Anfang filzt man erst einmal Kugeln, um ein Gefühl für das Filzen zu bekommen. Zunächst zupft man von der Vlieswolle 2- 3 Stränge von ca. 8 cm Länge trocken ab und nimmt sie zusammen. Man macht daraus einen Knoten und formt daraus eine Kugel. Das Ganze wird nun in die Seifenlauge getaucht und ausgedrückt. Jetzt werden neue, dünne Stränge von der Vlieswolle abgezupft, natürlich immer vor dem Abzupfen schön die Hände am Handtuch abtrocknen, der nächste Strang wird trocken auf das nasse Teil gelegt und wieder glattgestrichen, sodass sich keine Löcher und Falten bilden. Mit den Händen erneut eine Kugel formen, in die Seifenlauge tauchen und ausdrücken. Man darf allerdings noch nicht viel reiben, sonst verbinden sich die verschiedenen Lagen Wolle nicht mehr. Wenn die erwünschte Größe fast erreicht ist, nimmt man jetzt dünne Wollfasern von der Strangwolle, in den Farben, die man sich ausgesucht hat, und legt sie wieder nacheinander kreuz und quer über die Kugel. Sie werden als dünne , fädrige Büschelchen einfach von dem großen Strang abgezupft, d. h. mit Zeigefinger und Daumen herausgezogen . Zwischendurch muss man das Teil immer gut wässern. Nun seift man seine Hände gut ein und streichelt die Kugel in kreisenden Bewegungen mit viel Gefühl. Wird die Kugel allmählich fester, kann man sie auch fester reiben. Immer wieder kreisend in den Händen entsteht eine homogene Oberfläche, die Fasern verbinden sich, sind gefilzt. Man kann sich auch vorstellen, man steht am Herd und will aus Teig einen Kloß formen. Ist die Oberfläche schließlich gut angefilzt, kann die Kugel auf der Strohmatte zu Ende gerollt werden. Dabei wird sie immer härter und kleiner. Ein Drittel der ursprünglichen Größe schrumpft das Werkstück, ob es eine Kugel ist oder Filzpantoffeln. Das muß man bei der Planung am Anfang mit einkalkulieren. Die Kugel ist fertig, wenn sie hart ist und sich nicht mehr verformen läßt. Sie wird nun unter dem Wasserhahn gut ausgewaschen, am Schluss noch in Essigwasser. Vielleicht hat man jetzt schon ein Gefühl für das Filzen. Dann kann man sich auch an schwierigere Teile heranwagen. Davon mehr in Teil 3.

Hier noch interessante Adressen rund ums Filzen: http://www.filzhandwerk.de und http://www.ClaudiaMerx.de. Natürlich weiß auch Google viele Adressen, einfach mal rumstöbern!

Wochenende

Wochenend und Sonnenschein………..! Ja, wer sagt´s denn? Es scheint die Sonne und die Temperaturen steigen auf frühsommerliche 21°C ! Jetzt merke ich erst, wie sehr mir die Wärme gefehlt hat. Doch, wie immer, ein Wehrmutströpfchen ist dabei: Kommt der Frühling mit großen Schritten, lassen sich die Pollen auch nicht lange bitten! Außer Rand und Band heften sie sich auf Kopf und Hand. Und im Turboschritt bringen sie den Heuschnupfen mit. Aug und Nase tropfen ohne Ende. Im Sommer schließlich kommt die Wende. Die Allergie bin ich dann erst los. Das Glück fällt halt nicht in jeden Schoß!

Schluss nun mit diesem albernen Gedicht! Literarisch gesehen hat es keinerlei Gewicht!

Kaum kommt die Sonne raus, schon werde ich albern! Ein bisschen Spaß muss sein! Die Kinder haben den Tag auch genossen, sind nach draußen spielen! Bei Oma, Opa waren sie auch noch, aber immer an der frischen Luft. Wenn das Wetter so schön bleibt, machen wir heute einen Sonntagsausflug. Als ich noch klein war, haben wir zuhause das oft gemacht. Wir sind in die nähere Umgebung wandern oder irgendwo hingefahren. Es ist schon komisch, an was man sich alles erinnert und dass sich alles im Leben zu wiederholen scheint. Mal sehen, ob meine Kondition noch reicht und ich mit den Kleinen Schritt halten kann. Und ob meine Nerven mitspielen! Man ist ja nicht mehr die Jüngste!

Daneben warte ich schon ganz gespannt auf die Nachricht einer Freundin, dass ihr Baby endlich auf die Welt gekommen ist! Die letzten Tage vor der Geburt ziehen sich wie Kaugummi! Die Zeit scheint stehen zu blieben! Man kann nur hoffen, dass es endlich vorbei ist und alles gut geht! Wir halten alle die Daumen.

Bis dann, Tschüsschen und Küsschen…… ( Der zweite Teil des Filzkurses folgt bald!)

Freitag und wiedermal italienisch essen!

Hallöle, noch einmal habe ich hier einen italienischen Auflauf, der lecker ist. Das Beste daran, man kann Reste vom Vortag verarbeiten. Laut Schwiegermutter wäre es nämlich eine Sünde, gutes Essen, bzw. Reste des guten Essens wegzuwerfen.

Italienischer Auflauf

Zutaten für 4 Personen

  • 250g Makkaroni
  • 1 Zwiebel
  • 10 g Butter oder Margarine
  • 300 g frische Champignons ( Es geht aber auch eine Dose mit Pilzen.)
  • 150 g Bratenaufschnitt oder Bratenreste
  • 150 g frischer Gouda
  • 1 Bd Petersilie
  • 1 Becher Crème fraîche
  • 1 TL Sojasauce
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Eier
  • 4 EL Sahne oder Milch

Zubereitung

Nudeln in reichlich Salzwasser bißfest kochen. Abgießen und in eine gefettete Auflaufform geben. Zwiebeln fein schneiden, in Fett auf 2 andünsten. Geputzte Champignons feinblättrig schneiden, zu den Zwiebeln geben, 8 – 10 Min. dünsten, Bratenaufschnitt und Käse in kleine Würfel schneiden. Petersilie grob hacken, alles zu den Pilzen geben. Crème fraîche unterrühren, mit Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken und über die Nudeln verteilen. Eier und Milch oder Sahne verquirlen, salzen, pfeffern, über den Auflauf gießen. Im Backofen goldbraun backen. Schaltung: 200 – 220° C, 2. Schiebeleiste v.u. 170° – 190° C, Umluftbachofen 35 – 40 Minuten.

Bon appétit!

Mittwoch, 23.04.2008 Filzkurs , Teil 1

Halllöle! Jetzt geht´s los, jetzt geht´s los….!!!

Filzkurs, Teil 1:

Am wichtigsten ist gute Filzwolle. Natürlich reine Schafswolle, der Anfänger kauft im Fachgeschäft Filzwolle! Je nachdem was man filzt, braucht man Vlieswolle und Strangwolle. Die Vlieswolle ist nicht so teuer wie die Strangwolle, d.h. aber auch, dass die Vlieswolle nicht so rein ist und die Farben selten klar und leuchtend .

Strangwolle ist feiner und regelmäßiger gefärbt. Das Weiß ist viel reiner und weißer als bei der Vlieswolle. Die ist zwar auch schon gesäubert, aber es können sich noch einige Schmutzpartikel darin finden, etwa Strohreste oder dünne, anders farbige Fäden oder Haare. Aber als Unterbauwolle sozusagen ist die Vlieswolle prima geeignet. Wer es sehr rustikal mag, kann natürlich auch das ganze Filzteil mit dieser etwas groberen Wolle herstellen.

Nach diesem kleinen Exkurs über Filzwolle gehen wir jetzt in medias res, wie der Lateiner sagt.

Was braucht man noch? Als Unterlage ist entweder ein sehr sauberes Backblech geeignet, oder manche benutzen auch ein altes Waschbrett, von der Oma ausgeliehen! Wenn man das Backblech benutzt, legt man noch eine Strohmatte von einem Tischset darauf. Wozu erfahren wir später. Beim Waschbrett ist das nicht nötig. Als nächstes besorgt man sich einen kleinen, sauberen Eimer, Kernseife, mit oder ohne Olivenöl, jedoch ohne Parfum,flüssige Schmierseife, ein Handtuch , vielleicht eine Sprühflasche, wie man sie für die Bügelwäsche brauchte ( aber nicht zwingend notwendig) und viel Zeit. Denn für das Nassfilzen braucht man Ausdauer, Trockenfilzen geht etwas schneller, aber man braucht auch hier Geduld. Trockenfilzen macht man mit Wolle auf einer festen, jedoch etwas nachgiebigen Unterlage, sodaß eine Nadel eindringen kann und nicht abbricht, mit trockener Wolle. Ein Stück Styropor oder eine Korkplatte sind sehr gut, aber auch Schaumstoff kann man verwenden. Dazu kommt nun eine Spezialnadel, eine Filznadel, die eine besondere Spitze hat, nämlich mit kleinen Widerhaken, mit der man nun tausendfach auf das Filzstück, bzw. die zusammengeknüllte Wolle einsticht, bis das gewünschte Teil fertig ist.

Ich bevorzuge Nassfilzen, weil man mit den Händen das Tier z. B. besser formen kann. Wie der Name schon sagt, braucht man Wasser, heißes Wasser zum Filzen. Wirklich heißes Wasser, kurz vorm Siedepunkt, das ständig erneuert werden muß, wenn es abgekühlt ist. Dieses Wasser schüttet man in einen sauberen Eimer zusammen mit flüssiger Schmierseife. Wie viel hängt von der Größe des Eimers ab, ein guter Schuss mit etwa 2 – 3 Litern Wasser muss es schon sein.

Wenn man sich die Wolle geholt hat und das Teil, das man filzen möchte, ausgesucht hat, kann es losgehen. Vor sich auf den Tisch stellt man das Backblech, das heiße Wasser, legt die Wolle daneben, die Kernseife aufs Blech oder einer Seifenschale und ein Handtuch in den Schoß oder auf jeden Fall griffbereit in die Nähe, damit man die nassen Hände jederzeit abtrocknen kann.

So, das reicht erst mal für heute, Teil 2 folgt bald! Tschüsschen und Küsschen, Ihr Lieben……………

Heimarbeit

Hallöchen, ich staunte gerade nicht schlecht. Ich werde doch von einigen Nachtschwärmern gelesen! Das freut mich. Aber ich habe heute nicht viel zu berichten. Nur, dass ich mal wieder für den Bastelkreis in Heimarbeit filze. Ich könnte es ja verschieben und in unserer wöchentlichen Zusammenkunft ( Oh, wie geschwollen!) fertigfilzen. Aber wie so oft, hatten wir uns verplaudert und nicht mehr an unsere Basteleien gedacht. Deshalb muss ich nun zuhause nacharbeiten. Irgendwann, wenn ich mehr Zeit habe, werde ich mal einen Schnellkurs Filzen hier veröffentlichen, d.h. eine Kurzanleitung geben und einige Tipps dazu, die vielleicht nicht schon im Netz zu finden sind. Das wird zwar schwierig werden. denn man findet ja alles im Internet, aber ich werde mich bemühen. Nur jetzt habe ich keine Zeit mehr, es ist spät und am Morgen muss ich früh raus, Schule! Bis bald, Tschüssschen und Küsschen…………….

Sonntag

Hallöchen, Sonnenschein im Saarland! Oh Wunder, Oh Wunder. Es ist heute mal etwas wärmer draußen. Das bedeutet für uns, dass die ganze Familie an die Luft geht. Nichts Playstation oder Computer! Fernsehen aus und raus, heißt es jetzt. Nun gut, wir sind auf dem Sprung, hier noch schnell ein Auflaufrezept, was lecker ist. Aufläufe mache ich generell gerne, weil sie schnell vorzubereiten sind und, während der Auflauf im Ofen gart, kann ich immer noch schnell was anderes tun.

Pasticcio mit Schinkensauce

für 4 Personen

  1. 300 g Nudeln bissfest kochen
  2. 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe fein hacken und
  3. mit500 g Hackfleisch anbraten.
  4. 400 ml Tomatensauce zugeben und
  5. mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.
  6. Die Sauce einkochen lassen.
  7. Aus 30 g Butter, 30 g Mehl und 500 ml Milch eine Mehlschwitze zubereiten.
  8. 250 g gewürfelten Katenschinken und
  9. 2 Eier in die Sauce einrühren.
  10. Abwechselnd Nudeln und Hackmasse in einer feuerfesten Form schichten.
  11. Abschließend die Mehlschwitze darüber gießen.
  12. Den Auflauf bei ca. 160°C ca. 50 Minuten backen.

Guten Appetit!

Tschüsschen und Küsschen……….

Schöne, neue Welt!

Was ist denn in Hamburg los? Was ist mit den Grünen los? Haben die ganz ihren Verstand verloren? Gehen die mit egal wem zusammen, die Hauptsache ist:Nur nicht in der Versenkung verschwinden, in Vergessenheit geraten!!!Rückgratlose Gesellen, Politiker eben! Das Gewissen der Gesellschaft hat sich verflüchtigt! Jetzt ist es amtlich, Schwarz- Grün in Hamburg perfekt. Schöne, neue Welt!

Aber lassen wir das. Aufregen bringt nichts. Das sag ich mir sowieso jeden Tag angesichts wachsender Wäscheberge im Keller oder wachsender Spielzeugberge im Kinderzimmer. Irgendwann wird es den Kindern auch zuviel und sie fangen von alleine an aufzuräumen. Hört sich seltsam an, ist aber wahr. Davon abgesehen haben wir heute noch etwas zum Aufregen erfahren, der Preis nämlich für die Klassenfahrt unseres Ältesten im Frühherbst diesen Jahres. Da kann man fast einen Kleinkredit aufnehmen! Alles wird ständig teurer! Ich traue mich ja schon nicht mehr in den Supermarkt aus Angst, der Hackfleischpreis hat schon wieder angezogen und befindet sich auf einem Rekordhoch, und ich kann deshalb kein Mittagessen auf den Tisch bringen, und meine Kinder müssen infolgedessen verhungern! Ist Spaß! Aber doch ganz nah an der Realität entlang! Auf jeden Fall finde ich es etwas übertrieben, in der fünften Klasse schon eine Woche am Stück in die bayrischen Berge zu fahren. Während meiner ganzen Schulzeit sind wir nicht solange weggefahren, maximal drei Tage, mehr nicht! Was da alles passieren kann. Ich male mir natürlich wieder nur das Schlimmste aus. Typisch ich! So sehr ich mich auch bemühe, positiv zu denken, es klappt nicht. Im Gegenteil, die schwarzen Gedanken werden nur noch schwärzer! Aber es sind ja noch einige Wochen. Da habe ich noch Schonfrist! Komisch, ich habe meine Mutter immer belächelt, wenn sie in meinen Augen zu ängstlich war. Nun bin ich es auch! Nur das Kind darf natürlich nichts mitbekommen! Das wäre nicht gut, Ängstlichkeit überträgt sich und er würde mit der Zeit sich nichts mehr zutrauen. Ein fataler Teufelskreis. Deshalb bin ich bei ihm vorsichtig mit meinen Äußerungen und denke mir meinen Teil! Das fällt mir , klar, nicht leicht. Kinder, Kinder und kein Ende!!!!….

Aber jetzt Ende und: Tschüsschen und Küsschen, Ihr Lieben…..

Rezept der Woche

Hallöle, heute hab ich mal wieder ein Rezept, das zu unserer aller schlechten Situation passt, weil wir ja alle sparen müssen!

Spaghetti carbonara

Mengenangaben für 3 Personen

Zutaten:300 g Spaghetti, 120 g magerer Speck oder Schinken gewürfelt,0,3 l Sahne, 3 Eier, 3/8 Brühwürfel, 30 g Butter, 3/4 Teelöffel Salz, 90 g Parmesankäse

  1. In einem kleinen Topf wird die Sahne zusammen mit Butter, Salz und Brühwürfel erhitzt, ohne alles zum Kochen zu bringen.
  2. Der Dotter wird vom Eigelb getrennt und in einem Schälchen bereitgestellt.
  3. Die Spaghetti werden in kochendes Wasser geworfen und etwa 5 Minuten gekocht.
  4. Nebenbei werden die Speckwürfel angebraten.
  5. Die fertigen Nudeln werden in einem Sieb gründlich abgegossen und in den Topf zurückgegeben.
  6. Darüber kommen dann die Sahne, die gebratenen Speckwürfel, das Eigelb und der geriebene Parmesankäse.
  7. Der Topf kommt wieder auf die Herdplatte und mit dem Kochlöffel wird vorsichtig umgerührt. Wenn sich Ei und Sahne zu kleinen Flocken verfestigt haben, sind die Spaghetti carbonara fertig. Dazu passt sehr gut grüner Salat.

Guten Appetit!

Hmmmmmm…… Meine Kinder lecken sich immer ihre 10 Finger danach ab! Sie essen Spaghetti carbonara sehr gerne, aber auch die deutschen Schinkennudeln lieben sie. Es sind so einfache Rezepte, gehen relativ schnell und schmecken super. Viel Spaß beim Nachkochen, Tschüsschen und Küsschen…………………

Freitag im April

Hallöchen, Frühling, Frühling ruft´s aus dem ……Kreisssaal! Babys, Babys überall!! Kaum ist der Frühling ins Land gezogen, da sieht man auch schon das Resultat der Frühlingsgefühle aller Orten. In der Nachbarschaft ist der Nachwuchs da, ein Neffe von mir hat gerade das erste Kind bekommen, eine Freundin von mir erwartet in einem Monat ihr Baby, eine andere ist wahrscheinlich schwanger. Wo man hinkommt, nichts als Babys! Wir sind leider zu alt, sonst wäre ich zumindest fast von diesem Babyboom angesteckt worden. Sie sind aber auch so niedlich! Wenn man die Kleinen so sieht, kann man kaum widerstehen. Ich kann nichts dafür, dass meine Mutterinstinkte geweckt werden und ich noch einmal so ein kleines Würmchen in meinen Armen halten möchte! Geht nicht mehr, ich bin ja nicht Madonna, ohne Moos nichts los! Die kann sich alles leisten, selbst ein Kind mit 49. Ein bisschen wehmütig werde ich schon, wenn ich an die Zeit kurz nach der Geburt denke.

Aber eigentlich wollte ich was anderes erzählen. Zum Beispiel, dass der Kleine wieder im Wald war und sich von oben bis unten total vollgeschlammt hat. Was hatte ich für ne Arbeit, das wieder sauber zu bekommen. Oder dass der Große einen Französischtest geschrieben hat, mit 4 Seiten Aufgaben! Seit Pisa habe ich das Gefühl, dass die Lehrer verrückt spielen, “ am Rädchen drehen“ ! Es wird immer schwerer und anstrengender für die Kinder. Wenn unserer mit Hausaufgaben fertig ist, wirds schon wieder dunkel. Er hat kaum noch Freizeit und ist immer gereizt. Ganz schnell hat sich dann der Bruder eine gefangen. Der Kleine wird dauernd geärgert, egal was er tut. Wir dachten schon an eine andere Schule, aber unser Erstgeborener regt sich derart auf, dass wir das Thema gar nicht mehr anschneiden. Vielleicht wäre ein Wechsel besser, angesichts einiger Lehrer in seiner Schule, die leicht sadistisch angehaucht sind und gerne die Kinder vor ihren Kameraden bloß stellen, indem sie Briefchen , von Mädchen in der Pause vermutlich geschrieben, einkassieren und an der Tafel befestigen, damit sie von allen gelesen werden können. Oder eine Mütze, die bei der Lehrerin abgegeben wurde, verschwindet, wobei die Lehrerin plötzlich an Alzheimer leidet und sich an nichts mehr erinnern kann. Bei so vielen Kindern verliert man eben leicht die Orientierung! Dann soll man eben nicht auf Lehramt studieren, wenn man für diesen Beruf nicht geeignet ist oder man auf Kinder allergisch reagiert, die nicht zu Hundert Prozent der Norm entsprechen! Da könnte ich mich jetzt reinsteigern und mich noch mehr aufregen, aber vielleicht übertreibe ich ja auch, ich weiß es nicht! Deshalb lasse ich dieses Thema und sage erst mal Tschüsschen und Küsschen, Bis Bald……

Dienstag

Hallöle, Was war denn gestern im Saarland los? Hat der Wettergott Alzheimer? Ist bald Weihnachten? Oder hat Frau Holle Frühjahrsputz und zu doll die Betten ausgeschüttelt? Auf jeden Fall hatten wir am Morgen geschlossene Schneedecke und Chaos auf den Straßen. Gegen 8 Uhr gab es schon einige Unfälle und Staus . Man kann sich vorstellen, dass die Kinder ihre helle Freude hatten. Wir waren natürlich nicht so begeistert, weil wir auf diesen Straßen unterwegs waren. Gut, dass wir die Reifen noch nicht getauscht hatten. Der Winter will einfach nicht verschwinden, oder es ist typisches Aprilwetter! Wenn ich nun heute rausschaue, sehe ich Eis auf den Scheiben und herrlichsten Sonnenschein! Verkehrte Welt! Das dachte ich auch, als ich den Computer anmachte und meinen Blog öffnete. Das neue Design hat mich noch nicht so ganz überzeugt. Aber das liegt wohl daran, dass ich allgemein kein Mensch von schnellen Entscheidungen bin und immer erst Zeit zum Überlegen brauche. Ja, es scheint praktischer zu sein als vorher, man hat alles auf einen Blick, Kommentare, Statistik, Beiträge etc.. Nur, ich habe das Gefühl, je älter ich werde, um so schwerer kann ich mich umgewöhnen. Gerade habe ich gelernt, mit dem Blog umzugehen, da findet eine Neuerung statt und prompt muss ich stöhnen und meckern. „Oh, schon wieder was Neues! Muss das sein?“ “ Als wie mei Oma!“ (Wie de Sarrlänner so saht!) Ja, so sinn mer, ma kann unns nix rescht mache! Dialekt zu schwätze, ist leicht, awwer zu schreiwe….!!!!

Seis drum, kommen wir wieder in die „hochdeutsche“ Realität und setzen uns erneut mit der heutigen Kindererziehung auseinander. Unser Jüngster ist mal wieder in der Schule negativ aufgefallen, war frech und ungehorsam. Resultat war Strafarbeit und zuhause Computerverbot. Aber irgendwie haben wir den Eindruck, dass das nicht mehr ausreicht, denn als mein Mann ihm beim Abholen gerade die Strafe verkünden wollte, sagt doch der kleine Freckert: “ Ich weiß schon, ich habe Computer- und Playstation-verbot.“ Was sagt man dazu? Müssen wir uns bald neue Strafen ausdenken oder wieder die Prügelstrafe einführen? Es ist schon schwer, in einem solchen Fall die Ruhe zu bewahren und nicht sofort loszulachen. Auf jeden Fall wäre ich nicht so beherrscht gewesen wie sein Papa! Als ich es zuhause hörte, war ich natürlich streng zum Kind, aber hinter seinem Rücken musste ich herzhaft lachen. Man darf eben nicht alles so tierisch ernst nehmen!

Ich bin mal gespannt, wenn die Kinder heute heimkommen, welche neue Katastrophe passiert ist! Vielleicht wieder eine Mütze aufs Dach geworfen oder absichtlich im Wege stehende Beine, man wird sehen. In Erwartung des Schlimmsten sag ich Tschüsschen und Küsschen……………